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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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296
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29H MMHeil. II. Abschn. Il.Hauptst.

Vom Noch eine bemerkenswürdige Arbeit auf den Mef-Mr Mr- !>ughammern ist die Verfertigung deö Flitter- odertergoldunh Knittergoldeö, oder Rauschgoldes , vor Alters LugoldSilber, genannt, wovon diese Art der Meßingschläger nochjeho Lugoldfchläger genxnnet werden. Lugold soll imGrunde nicht anders heißen, als Luggold, das ist, lügen-pder Falschgeld, und darf dannenhero nicht Lougoldgeschrieben werden. Die Meßingplatten, welche zudiesem Flittergolde bestimmt sind, werden erstlich un-ter den großen Hämmern in so dünne Platten aus-gedehnet, als es geschehen kann, ohne die Platten indie Gefahr zu sehen, daß sie durchlöchert werden,Sodann nehmen sie die lugoldfchläger unter ihre Hand-hammer, und schlagen sie zwischen besonders dazu zu-bereiteten Leder so Hunne, als Papier. Auf eben dieseArt wird auch ein Flittersilbec gemacht, welches ver-silbertes Meßmg ist, dazu aber die Meßingstabe vor-her in vollkommen runde Stangen geschmiedet, undnach der in dem vorhergehenden Abschnitte gezeigtenArt versilbert werden müßen. Beyde Arten werdenr'n Tafesii gearbeitet, die dreysechzehntel Ellen breitund ein eindrittel Ellen berliner lang sind "). Siewerden in sogenannten Charten eingepackt und versen-det, davon die Charte Rauschgold fünfzehn Tafeln,

das

Jede Tafel ist etwas langer als anderthalb Elle, undetwas breiter als eine Viertel leipziger Elle. Das Flit-tersifber wi^ aus versilbertem Meßmg geschlagen, ist di-cker als das Flittergold, und die Charte, die nur siebenTafeln halt, ist fast noch einmal so theuer, als die Chart?Flittergold, die simfzehn Tafeln hat.