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Drittes Hauptstück.
Von Stück-und Glockengießereyen.
<!^ie Stück - und Glocke,igjeßercyen sind so ansehnli- Nothwm-
che Fabriken, daß sie wohl verdienen in einem digknt der
besondern Hauptstück abgehandelt zu werden. Die K^cken^Glocken, nachdem einmal die Erfindung davon gemacht gicßercycn.ist, sind wenigstens nach der jetzigen Gestalt der Weltunentbehrlich, und müßen als eine Zierde der Städteund Lander angesehen werden. Die Stücke oderKanonen aber sind nach der Erfindung des Pulverseines der unentbehrlichsten Mittel zu Vertheidigungdes Staats geworden. Wenn die Menschen gerechtund vernünftig waren; so würden sie freylich diese er-schrecklichen Vertheidigungsmittel nicht nöthig haben.
„Gott hat ihnen, sagt der Verfasser des Candide, weder„vier und zwanzig-Pfünder noch Bajonetten gegeben;
„und sie haben sich Kanonen und Bajonetten gemacht,
„um einander zu vernichten. Die Menschen müssen„ also ohne Zweifel die Natur ein wenig verderbt haben. ^
Allein, alleödessen ohngeachtet, was uns die Moralistenüber diesen Punct nachdrückliches sagen mögen; so wer-den die Menschen niemals aufhören, durch die un-seligen Kriege sich selbst unter einander aufzureiben;und diese fürchterlichen Vertheidigungsmittel werdenimmer unentbehrlich bleiben. Es ist also unumgäng-lich nothwendig, daß ein jeder großer und mittelmäßi-ger Staat selbst Stückgießereyen in seinem Lande an-leget. Denn ob zwar die Kanonen eben wie eine andereWaare gekaufet werden können; wie man sich denn in
Holland