Von Stück- und Glockengießerei. zoi
eine Erfindung dieser Art in Sachsen gemacht sey. Eingeschickter Kopf sollte Kanonen vonMeßingblech erfun-den haben, dergestalt, daß immer ei» Blech über dasandere geköthet sey, und zwar, daß die Stelle der Zu-sammenlöthung der Bleche nicht a» eilienl Orte geschehe,sondern der Ort der Züsammenlöthung unter der Mit-te des folgenden darauf zu lochenden Bleches zu liegenkommen Es wurde versichert, daß eine auf diese Artverfertigte Kanone nicht allein alle gewöhnliche Probe-schlüsse ausgehalten, sondern auch ein zwölspfündigesGeschütz von dieser Art so leicht sey, daß es in dembösesten Wegs bequem mit einem Pferde fortgeschaffetwerden könne. Allein man hat nach der Zeit von die»ser Erfindung nichtS weiter gehöret; weil sich vermuth-lich dabey Fehler und Schwierigkeiten gezeiget haben,wodurch man sich von der Sache hat abschrecken lassen,weil sich Sachsen seit der Zeit immer noch des gegossenNen Geschützes bedienet hat.-
Unterdessen glaublich, daß diese Erfindung verdie- Dieser Er-riet, von geschickten Kopsen weiter bearbeitet zu werden. st"dungLle ^zdee davon ist sehr wohl auSgesonnen; und eine w^erErfindung kommt nicht allemal sofort zu ihrer Reifs, nachspü«Der erste Erfinder kann dabey Fehler und Mangel zu-gelassen haben, die ein anderer geschickter Kopf vielleichtwird einsehen und vermeiden lernen. An sich selbst hatdiese Erfindung nichts an sich, was der Möglichkeitder Sache entgegen stünde. Das Springen einer sol-chen Kanone ist meines Erachtens weniger zu besorgen,als bey einer gegossenen; weil hier die Blech« nicht so'