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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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304
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ZO4 III. Abtheil. H.Zlbschn. Hl. Hanptst.

bas Zinn niemals in einer großem Proportion zuge-setzet werden muß> als ein Theil Zinn gegen zehnTheile Kupfer und Meßing. Eine geringere Propor-tion von Zinn schadet nicht; allein eine größere machtdie Dpeise allzu spröde und sehet die daraus gegossenenStücke sehr der Gefahr aus, daß sie leicht fpringemWenn man bloß von Kupfer Kanonen gießen will; soist es eine der besten lind sichersten Zusammensetzungen,'daß man zehn Theile Kupfer, ein Theil Zinn, undzwei, Theile Zink nimmt; zumal, wenn inan den Zinkvorher von dem fast allemal beygemischten Bley rei-niget, als welches am meisten die Sprödigkeit dieserSpeise verursachet. Diese Reinigung geschiehet, wennman den Zink in gelindem Feuer schmelzet, wahrendemSchmelzen nach und nach Schwefel darauf wirft, uni»so oft eine Haut entstehet, solche mit einem Häkchenheraus Ziehet. Dieses sehet man so lange fort, bisder darauf geworfene Schwefel auf dem fiießcnden Zinkverbrennet, ohne daß die geringste Haut entstehetAllein, weil man bey Verfertigung dieser Speise zü-gleicki auf die Erfparung der Kosten zu sehen hat; derZink und das Kupfer aber etwas theurer ist, als dasMeßing; so erhält man eine eben so sichere Speise,wenn man sechs Theile Kupfer, vier Theile Meßingund einen Theil Zinn zusammen schmelzet; oder mankann sechzehn Theile Kupfer, fünfund zwanzig TheileMeßing und drey Theile Zinn nehmen, um die Ko-sten noch mehr zu verringen, und doch ein dauerhaf-tes Geschütz zu erhalten.-

Sodann