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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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309
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Von Stück- und Glockengießereyen. Z09

nicht haben. Unter diese Glockenspeise muß also eineviel größere Proportion von Metallen kommen, wel-che diesen Klang zu befördern im Stande sind, ohn-geachtet sie die metallische Mischung spröder machen.

Das bloße Ansehen der Stücken - und Glockenspeisegiebt auch diesen Unterschied genugsam zu erkennen.

Die Glockenspeise siehet viel weißlicher aus, als dieMaterie zu den Stücken.

Vermöge dieses Unterschieds kann nicht allein der Von derWißmuth, der zur Kanonenspeise gar nicht dienet, me,!sch„ngunter der Glockenspeise Statt finden; sondern er muß der Glo-nothwendig darunter seyn; weil kein Metall so ge- ^enspeise.schickt ist, das Kupfer und Zinn durch seine Beymi-schung so klingend zu machen, als der Wißmuth.

Eben dieses Endzweckes des Klanges halber muß auchder größte Theil dieser Speise aus Meßing bestehen.

Das Kupfer ist hierzu viel weniger geschickt, weil die-ses Metall bey weitem nicht so klingend ist, als derMeßing. Bey den Stücken hingegen verhalt sichdie Sache ganz umgekehrt, die durch das Kupfer alle-mal ihrem Endzweck gemäßer werden, wenn die Pro-portion der übrigen Metalle wohl gewählet ist. Dadie Glocken vielmehr Sprödigkeit vertragen, als dieStücke; so kann unter die Glockenspeise ein viel grö-ßerer Antheil von Zinn kommen. Man kann unterden Centner Glockenspeise von achtzehn bis fünf undzwanzig Pfund Zinn nehmen, ohne daß dadurch beyder Sache etwas verdorben wird. Vielmehr ist die-ses dem Endzwecke der Glocken am gemaßesten.

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