Von andern metallischen Fabrieattrren. Z19
Die Gelb - und Rothgießer, desgleichen die Gürt- Von derler haben öfters nöthig, ihre Arbeiten zu löthen; indem Löthungauch die Gelb - und Rothgießer ihre Arbeiten nicht sel- ^ ""tal-ten in verschtedenen Theilen gießen, und hernach durch räthschaf-die Löthung zusammenfügen müßen. Es wird dkNi- ten.nach nicht unuöthig seyn, von dieser Löthung mit weni-gem zu handeln. Man hat eigentlich drey Haupt-arten von Lothen: Hartloth, Schnellloth und Weich-loth. Hartloth kann VFN sicbenerley Arten gemachtwerden; indem es von fünfzehn Theilen Kupfer oderMeßing und einem Theile Zink, sodann von vierzehnTheilen Kupfer oder Meßing lind einem Theile Zink,und so ferner bis aus acht Theilen Kupfer oder Mes-sing und einem Theile Zink zusammen gefetzet werdenkann. Dieses Hartloth wird zu starken gegossenenkupfernen oder meßingene» Sachen gebrauchet, dieim Feuer nicht leicht schmelzen, und es ist zu merken,daß, je mehr Theile Kupfer oder Meßing gegen einenTheil Zink genommen werden, desto fester ist die Lö-thung. Allein man soll in Hartloth nicht weiter her-unter gehen, als bis auf acht Loth Kupfer oderMeßing gegen einen Theil Zink. Denn sonst wirddie Löthung bey starken Sachen niemals fest, son-dern im Grunde ist es eine. betrügliche Löthung.Schnellloth heißet die Zusammensetzung von sechsTheilen Kupfer oder Meßing mit einem Theile Zink,ferner fünf Theile dieser harten Metalle mit einemTheile Zink, und so ferner herunter bis auf gleicheTheile Kupfer und Zink, oder Meßing und Zink;ja es paßiret noch vor ein Schnellloth, wenn zwey
Theile