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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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323
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Von andern metallischen Fabricatmen. 323

sollen; so pfleget man, um diese weiße Farbe zu erleich-tern, unter den Meßing, der z» Nadcldraht genom.Nien werden soll, zuweilen noch Zink und Zinn zu sehen.Allein ein Chymiencrständiger siehet leicht, daß diesesnur in geringer Proportion geschehen kann; weil sonstdas Metall spröde werden würde- und Nicht zu Drahtgezogen werden könnte, dlm nun sowohl dieser Art,als denen aus keinem Meßing die verlangte Weiße zugeben; so werden sie mit reiner Zinnasche oder auchmit ZiNnasche und Quecksilber gerieben. Zuweilenwird auch der Draht, ehe er zu seiner Felne gezogenwird, mir Blattchensilber versilbert, welches insonder-heit mit deN feinen englischen Nadeln geschiehet.Allein Meines ErachteNS wird das Silber zu nichts souNnöthig angewendet, als hierzu; und die ganze Wciß-machung wäre sehr entbehrlich. Denn es ist ein bloßesVorurtheil, daß Nadeln von bloßem Meßing- dienicht weiß gemacht sind, durch den Schweiß der HautEntzündungen und dergleichen erregen könnten. Ob-gleich der Meßing, wenn er aufgelöset in den Körper-kommt, schädlich ist; so schadet doch eine durch denSchweiß verursachte sehr geringe Auflösung der Hautnichts. Vielmehr, da das Vorurtheil der Wciß-machung einmal eingerissen ist; so werden zu dieserWeißmachung öfters schädlichere Sachen, z. E. Ar-senik, gebrauchet, als der Meßing an sich selbst ist.Die von EiscNdraht laßt man entweder schwarz an-laufen ; und ülsdenn werden sie insonderheit Trauer-nadeln genennet, oder man macht sie gleichfalls weiß,wie die aus Meßing, welches aber ein Betrug ist-

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