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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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351
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Von den Eisenhütten und Gießerei) m.

drey Ellen lang ist; so kann die Höhlung nur eineElle tief seyn. Eine größere Tiefe würde den Hccrdbald verderben. Einer von diesen Hcerdsieinen wirdder Formstein gencnnet, weil die Forme darinnen zuliegen kommt; ein andrer Stein heißt Tülllpel-stück, weil darinnen eine Höhlung zum Abfluß desMetalles ist; indem der Heerd unweit dem Boden-stück ein Loch zum Abfluß des Eisens haben muß, wel-ches mit Leim versehet, und, wenn der Heerd voll ist-zum Abfluß aufgestochen und hernach wieder mit Lei-men verschmieret wird. Unter dem Heerd muß sicheine vier bis fünf Ellen dicke Mauer befinden, die mitüber das Kreuz lausenden An - oder Abbuchten versehenseyn muß, damit die Feuchtigkeiten unterm Hecrbedaraus abfließen können, als welche dem Hcerde unddem Schmelzen sehr hinderlich seyn würden; wie dennüberhaupt alle Feuchtigkeiten bey diesem Schmelzen sehrschädlich sind, und zu dem Ende der Ofen und Heerdvor dem Schmelzen durch Holzfeuer sehr wohl ausge-trocknet werden muß; denn wenn das vorhergehendeSchmelzen wohl geg.'ücket hat; so muß der Heerd alle-mal neu gemacht werden. Das Feuer in diesen ho-hen Oefen wird durch gedoppelte Blasebälge erreget,deren Größe sich nach der Größe des Ofens verhaltenmuß, und welche von Wasser getrieben werden. DerWind gehet durch die Form in den Ofen, welche inden vsrgedachten Formstein gclegek wird; und auf die-ser Richtung der Form beruhet die größte Geschicklich-keit des Hohenofenmeisters. Jedoch wird sie ain mei-sten etwas unterwärts nach dem Heerd zu gerichtet;

wie-