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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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354
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Z54 Ill.Abtheil. Hl.Mschn. I.Hauptst.

größer-e Proportion von Eisenstein, als die gewöhn,liehe, gcstürzet werden. Wenn das Schmelzen ohneFehler und üble Zufälle geschiehet, und der Ofen indem höchsten Grade seines Ganges ist; so muß allefünfviertel oder anderthalb Stunden von neuem Erzund Kohlen nachgestürzet werden; in mittelmäßigemGange aber alle zwey Stunden.

Wie lange Ein solcher Hoherofen kann dreyßig, vierzig, jaöstlichen sechzig Woche» und langer unaufhörlich hinterkann, und einander gehen; und je länger dieses geschiehet, destovon den vortheilhaftiger ist das Schnalzen. Wenn keine Feh»ftNic^Auf- ^ ""d üblen Zufälle bey dem Schmelzen sich ereig-hörung. nen; so ist das gänzliche Verderben des Hcerdes dieeinzige Ursache, welche das Schmelzen aufhörendmacht. Kann man also sehr feuerfeste Steine zudem Heerde erlangen, wird der Hccrd auf das voll-kommenste vorgerichtet, und werden alle Fehler beydem Schmelzen vermieden; so ist es möglich, daßein Hoherofen einige Jahre hinter einander unaufhör-lich in dem höchsten Grade des Feuers gehen kann;und sollte man keine Kosten sparen,, auch von ent-fernten Orten sehr feuerfeste Steine herbey zu schaf-fen: denn der Vortheil ist überaus groß, wenn einHoherofen ein Jahr und länger im höchsten Graderecht gut arbeitet. Allein es ereignet sich selten, daßein Hoherofen über ein Jahr gehet;, lind man istschon zufrieden, wenn er ein halb Jahr hinter einan»der seine vollen Dienste thut. Die Fehler und Zu»falle, welche dem Schmelzen ein Ende machen, sind

nicht