Von Eisenhütten und Gießereyen. Z55
nicht so sehr selten. Wenn sich das Erz so stark andie innern Wände des Ofens ansehet, wenn die Formverschlacket, wenn die Schlacken nicht ihre rechte Be-schaffenheit haben, daß sie nicht herauSsiießen, odersich heraus ziehen lassen; so ist die Krankheit desOfens vorhanden, die, wenn sie ihren höchsten Puncterreichet, endlich verursachet, daß man mit Schmel-zen aufhören muß, ohngeachtet der Heerd noch gutist. Diese Krankheiten des Ofens können manchmalvon «»merklichen Fehlern veranlasser werden, vonFehlern des Geblases, von einer andern Beschaffen-heit des Erzes und der Zuschlage, daher dieselben vonZeit zu Zeit genau zu untersuchen sind, ob sie nochdie vorige Beschaffenheit haben, desgleichen von all-zuhäufigsm Regenwettek, welches den Grund desHeerdes, oder wenigstens das Erz und die Kohlenfeuchte machen, als welches ein Hauptumstand ist, wel-chen zu verhindern man Vorsorge tragen soll; wan-nenhero es allemal besser ist, daß nicht allein die Koh-len im Trockenen liegen, sondern auch ein Verrath vonErz auf wenigstens ein Jahr allemal unter Schuppenund Dächern lieget.
Wenn die Schlacken, so aus dent im Heerd Don denstehenden Eisen schwimmen, bis an die Form zu rei- Eismgie-chcn anfangen, welches sich bey dem stärksten Gange Archen,des Ofens, und nach Verschiedenheit der Oefen in An-sehung ihrer innern Weite, alle sechs bis zehn Stun-den ereignet; so muß abgestochen werden: nämlich dasobengedachte mit leimen versetzte loch wird mit einem
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