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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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374
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Z74 m. Abcheil. Ill.Abschn. H.Hauptst.

unter dem Hafen oder Pfanne, in welcher das Zinnschmelzet. Ist das Feuer zu stark; so wird sich dasZinn allzu dünne an das Blech anlegen. Ist es Zuschwach; so wird sie zu dick und höckricht geschehen.Die Bleche, ehe man sie in das Zinn eintaucht, wer-den allenthalben mit heißem Unfchlitt bestrichen, wor-unter man Kühnruß gerühret hat; indem sie dadurchgeschickt gemacht werden, die Verzinnung allenthalbengleichförmig zu befördern. Man taucht sie auch wohlin ein Gefäß ein, worinnen sich heißes Unfchlitt mitKühnruß befindet, wobey aber die Verzinnung zuwei.len uneben wird, wenn man nicht sehr aufmerksam ist.Diese gleichmäßige Verzinnung zu befördern, muß aufdem fließenden Zinn auch beständig eine Scheibe Un-schlitt eines viertel Zolles dick stehen. Dieses dienetsowohl zu Annehmung der Verzinnung, als die Zinn-afche vermöge der reducirenden Kraft des Unfchlitteszu vermeiden, die sonst unaufhörlich auf der Oberflä-che des schmelzenden Zinnes entstehen, sich an die Ble-che anhangen und dieselben dadurch höckricht und un-eben verzinnen würde. Gemeiniglich werden die Ble-che zweymal verzinnet. Das erstemal ist das Zinn sehrheiß und flüßig, damit sich allenthalben nur eine dünneSchaale anlege» möge. Das anderemal giebt man we.niger Feuer unter das Zinn, damit es etwas wenigerfließend sey, und sich starker anlege. Diese doppelte Ver-zinnung dienet, daß um so weniger schwarze Flecken ander Verzinnung zu sehen sind; weil man verschiedeneMittel hak, diesen schwarzen Flecken zu Hülse zu kommen,ehe die Bleche zum zwcytenmal verzinnet werden.

Da