z§2 HI.MHeil. M.Abschn. M.Hauptst.
Zweyter Der zweyte Grund kommt darauf an, daß sich^und^' ^ Wesen des Stahls wieder verlieret, wenn dersel-be ohne Zuscßung brennlichen Wesens in Gefäßen ge-schmolzen , oder lange Zeit geglühet wird*. Hatte dieMeynung der Akademie ihreRichtigkcit; so könnte die.ses Schmelzen oder Glühen das Wesen des Stahlsnicht abändern. Es müßte vielmehr immer besterwerden, weil der Schwefel sich im Feuer immer mehrverflüchtiget. Allein, da die Erfahrung uns das Ge-gentheil zeiget; so ist es daraus offenbar, daß dieseEinbringung und innigste Vereinigung einer großemMenge brennlichen Wesens in das Eisen den Stahldarstelle. Dieses brennliche Wesen verzehret sich imFeuer, wenn kein neues hinzu geseßet wird. Dahergeschiehet es also, daß das Schmelzen und Glühen inverschlossenen Gesäßen aus Stahl wieder Eisen macht.
Was dem. Da wir also durch diese Beweisgründe genugsamMaterien überzeuget werden, daß das Wesen des Stahls aufzum die Einbringung und innigste Vereinigung einer grö-Stahlma- ßern Menge brennlichen Wesens in die metallische Er-ttch"sind"' de des Eisens ankommt; so sind alle diejenigen Mate-rien zum Stahlmachen am dienlichsten, die eine großeMenge brennliches Wesen in sich halten. Man hatbefunden, daß die Theile von den Thieren, als Hör.ner, Klauen, Beine, kedcr und Haare, wenn sie inverschlossenen Gefäßen mit gelindem Feuer schwarz ge.brannt werden, ein sehr häufiges brennliches Wesengeben; und zwar ist dieses brennliche Wesen sehr zart,und dannenhero wirksam auf das Eisen, wie die Er.
fahrung