Ob manMeer- oderKüchcnsalzunter das
z88 HI.Abtheil. Ill.Abschn. IH.Hauptst.
chen von Zeit zu Zeit fest niederstoßen müßte. Die-ses Camentpulver könnte nach Maaßgebung der obenvorgestellten zum Stahlmachen dienlichen Materien,aus einem Theil gesiebten Kohlengestübe, einem Theilvon Hörnern, Klauen, altem Leder, Haaren rc. diein einem verschlossenen Hafen schwarz gebrannt, undzu Pulver gestoßen waren, ferner aus einem halbenTheil Asche und einem halben Theile gemeinen RußausOefen oder Schornsteinen bestehen, welches alleswohl unter einander gemifchet seyn müßte. Zum Ca-mentiren würde ein jeder Ofen gut seyn, welcher zuRegierung des Feuers mit Thüren und sonst wohl ein-gerichtet wäre. Er müßte so groß seyn, daß neun Cä-mentbüchsen, drey neben einander, und drey über einan-der, dergestalt geräumlich von einander eingeleget wer-den könnten, daß die Kohlen darneben durch zu fallenRaum hatten. Man würde mit einem sehr mäßigenGrad des Feuers anfangen, und dasselbe nach und nachverstärken müssen, bis dieselben nach einer Stunde dun.kel zu glühen anfiengen; zu Ende der zweyten Stun-de müßten sie völlig, jedoch nicht sehr hell, glühen; undinit diesem Grad des Feuers müßte man noch sechs bisacht Stunden fortfahren, und man würde alsdenn denbesten Stahl haben, wenn man ihn noch ein - oder zwey-mal zusammen schweißete, wieder ausschmiedete, undglühend in kaltem Wasser ablöschte.
Fast alle Chymisten schreiben vor, Meersalz oderKüchensalz unter dieses Cämentpulver zu nehmen. Ichmuß aber frey gestehen, daß ich solches nicht allein
ganz