Von den Gewehr-fabriken. 401
heit ist dieses bey den Säbeln der Reuterey nöthig,die ihre hauptsächlichsten Thaten durch den Säbelverrichten müssen, und mithin denselben in mög-lichster Güte nöthig haben.
Unter allen Säbeln haben unstreitig zeither die Von da-damascenischen wegen ihrer ungemeinen Härte und ^ascene.-Dauerhaftigkeit den Vorzug behauptet; indem sie beyihrer großen Härte, womit man gemeines Eisen wieMeßing durchhauen kann, nicht die geringste Sprö-digkeit haben, und niemals springen, wenn sie aufharte Körper mit großer Gewalt treffen. Sie ma-chen sich insonderheit dadurch kennbar, daß sie flam-michk, oder wie Wasserwogen, aussehen, und gleich-sam aus zwey verschiedenen Metallen, einem weißemund einem schwärzlichem, zusammen geschmiedet schei-nen, die sich noch nicht allenthalben mit einander ver-mischet haben. Diese Flammen, oder verschiedeneAdern des Metalles, sind nicht etwan bloß auf derOberfläche, sondern sie gehen durch das ganze Bestand-wesen der-Klingen: und man mag sie noch so tief ab-schleifen, so zeigen sich allemal noch diese verschiede-nen Adern. Wenn es also bey uns Arbeiter giebt,welche diese Damascirung hurch Kalk und Vitriol nach-künsteln; so ist dieses weiter nichts, als ein elender Be-trug , der nur der Oberfläche der Klinge ein ähnlichesAnsehen giebt, und nicht einmal dauerhafcig ist, in-dem sich diese vermeynke schone Damascirung binneneinigen Jahren gänzlich verlieret. Das Hauptwerkaber der damascenischen Klingen, nämlich die unge-Manufacr.u. Habrik. il TY, ^ c meine