4OO III. Abtheil. Hl.Abschn. IV. Hauptst.
was die Liebhaber auf die Büchsen verschiedener ita-liänischer Meister so begierig gemacht hak, sowohl, alsalle andere äußerliche Zicrrathen, z. E. die Ausle-gung der Schlösser und Laufte mit Silber, das mußin jeder Gewehrfabrik nachgemacht und neue gute Er-findungen hinzugefüget werden können, wenn die Di-recteurS solcher Fabriken Aufmerksamkeit und eigeneEinsicht in die Sache haben , sich auf die Kenntnißgeschickter Kopfe unter ihren Arbeitern verstehen undsolche zu ermuntern wissen.
Don den Was die zweyte Classe, nämlich der Hieb- undStoßgewehre, anbetrifft; so findet die Verfertigungwehren, derselben um so weniger Schwierigkeit, da es bey denmeisten Arten derselben, als z. E. der Espondons,Helleparden, Kurzgewehre und Bajonette, auf wei-tcr nichts, als auf ein gutes Eisen und die gewöhnlicheForm derselben, ankoinmt, die allemal von sehr mittel-mäßigen Arbeitern nachgeahmet werden kann. Denndie meisten dieser Gewehre werden nur von Eisen ge-macht, und, wenn es hoch kommt, in einem gutenLöschwasser gehärtet, welches jedoch bey vielen nichteinmal nöthig ist. Die Säbel, Pallasche und De-gen erfordern allein, daß sie ganz, oder wenigstens ihreSchärfe, von Stahl gemacht werden. Denn es istallemal ein großer Vorzug solcher Seitengewehre,wenn ihre Schneide von vortrefflichem Stahl ist, der,ohngeachtet seiner großen Härte, dennoch nicht sospröde ist, daß er sofort springet, wenn er mit Gewaltauf einen harten Körper geführet wird. Insonder-heit