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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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447
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Von den ächten Porcellanfabriken. 447

könnte. Unterdessen bin ich so weit mit ihnemeinver-standen, daß, wenn ich hier eine ausführliche Be.schreibung und Riß eines solchen Ofens beyfügen woll-te, so würde derjenige, welcher sich dieser Nachrichtzu seinem Nutzen bediente, bey der großen Undankbar-keit der Menschen mir nicht einmal einen großen Dankdavor wissen *).

Unterdessen will ich doch denjenigen einige An- Wie kleineleitung geben, welche zu ihrem Vergnügen im Kleinen Versuchemit dem Porcellanmachen Versuche machen wollen, wel-ches gar wohl angehet, indem man die Kiesel und an- anzustellen,dere Steine in großen Mörsern stoßen **), durch Haar-siebe fallen lassen, hernach schlämmen, die Materiezusammensetzen und sich von einem geschickten Töpferallerley Gefäße daraus drehen lassen kann. Vor sol-che

*) Die Erfindung des Ofens möchte doch wohl nicht soleicht seyn, als sie der Verfasser anzugeben scheint. Erhat auch eine wichtige Eigenschaft desselben nicht berührt:nämlich, daß er in seinem ganzen Gewölbe einen voil-kommlich gleichen Grad der Hitze annehme. Um dieBauart geheim zu halten, wird der Ofen mit einem gro-ßen Manrel von Backsteinen umgeben. Die Geheim-haltung kann man wohl nicht tadeln, wenn man nicht et-wa ein Menschenfreund von gemeiner Art ist; denn wennauch Sachsen voraus gesehen hat, daß Ausländer einmalalle diese Geheimnisse auch erfinden könnten, so war esdoch Pflicht gegen den Staat, diese Erfindung zu er-schweren, um so lange als möglich die Vortheile alleindavon zu ziehen, die endlich gar aufhören werden, wennerst jedcs Land sich selbst Porcellan macht.

**) Aber mit der Vorsicht, daß unter dem Stoßen keinemetallischen Theilchen hinzrikommen.