448 Hl.Abtl). IV.Abschtt. I. Hauptst. Von rc.
che ist kein besserer Ofen zum Porcellanbrennen ausfin-dig zu machen, als derjenige, den Kunkel in NerrGlasmacherkunst mitgetheilet lind beschrieben, der vor-treffliche Herr Cammerrath Krämer aber in feiner Pro-bierkunst von S. 657 bis 661 sehr verbessert hat.Sie dürfen nur eben diesen Ofen in allen daselbst be-schriebenen Proportionen und Verhältnissen just nocheinmal so groß machen lassen; so haben sie in der zwey-ten Kammer den hohen Grad des Feuers, der zumPorcellanbrennen nöthig ist. Diese zweyte Kammerkann ganz mit Kapseln Soll Porcellan erfüllet werden.Die Hitze in derselben ist so groß, daß Kupfer kaumeine Minute Zeit braucht, um wie Wasser zu fließen;und eben so groß ist auch die Hitze in den Porcellan-öfen bey den großeil Fabriken. Nur muß man dasFeuer sehr langsam angehen lassen, und acht bis neunStunden unterhalteff, die zu brennenden Gefäße abervorher auf das äußerste ausgetrocknet haben. In derdritten und vierten Kammer kann man zugleich bey ebendiesem Feuer eine Menge andre chymische Versucheund Arbeiten mit großem Gewinnst der Zeit auf ein-mal verrichten; und das alles mit großer Accuratesse,wenn man nur die Tiegel und Gefäße numeriret undsich vorher alle zu machendeVersuche aufschreibt. Wernicht gar zu ungeübt in solchen Sachen ist, der wirddiesen Ofen bald zu regieren lernen, und ihn so überausbequem lind nützlich finden, daß er zu allen stillen chy-«rischen Arbeiten keinen andern verlangen wird.
Zweytes