Von unächten Porcellanfabriken. 461
da man denn auf dem Boden die beste gereinigte Pott.osche hat. Will man unter diese Materien noch ei.nen halben Theil weißen crystallinischen Arsenik se-tzen ; so wird man die allerbeste allenthalben gleichför-mige Glasur haben. Man hat gar nicht Ursache,sich hier vor der Schädlichkeit des Arseniks zu fürch.ten, ohngeachtet man aus dergleichen Gefäßen ißtund trinket. Der größte Theil des Arseniks ver-flüchtiget im Feuer; und der übrige Theil kann umdeshalb nicht die geringste Wirkung haben, weil dieGlasur, in welche er eingegangen, in der That nichtsanders als ein Glas ist. Ein Glas aber ist gegenalle Feuchtigkeiten unauflöslich. Man sehet den Ar.senik auch bey dem Glasmachen zu; und so wenig erin den Gläsern ferner die geringste Wirkung habenkann; so wenig ist er auch in der Glasur schädlich.
Die Fehler in der Glasur des unächten Porcellans Von der,sind, r) wenn sie nicht allenthalben vollkommen glatt, Fehlernsondern blästgt ist. Dieser Fehler entspringet fast al- ^lemal daher, wenn die Salze unzubereitet darzu ge.nommen werden. Eine ungereinigte Pottasche schäu-met gar sehr im Feuer, und daher entstehen dieseBläschen. Eben dieses thue der Borax, den einigemit darunter nehmen, wenn er nicht vorher calcinirtwird. 2) Ist es ein wichtiger Fehler, wenn dieGlasur nicht vollkommen gleich geflossen, sondern al-lenthalben kleine Löcher zeigt. Als man mir die neueFayencefabrike in Schleßwig zeigte, so fand sich eineunbeschreibliche Menge solcher Waare, in welcher die
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