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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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464
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464 m. Abtheil. IV. Abschn. II. Hauptst.

Farbe bestand, nicht eingebrannt war; daher dieGesäße nicht drey. bis viermal warme Feuchtigkeitausstehen kennten, so war alle Malerey verschwun-den. Man siehet nicht, warum man sich in Hollikschbey dem Einbrennen der Farben so große Schwierig-keiten vorgestellet hat, um eine so nothwendige Sachezu Unterlasten; zumal da diese Fayence einen ganz aus-serordentlichen Absah hatte. Als der Herr Baronvon Toussaint, Finanzminister von Sr. Majest. desKaisers Erblanden, mir die Ehre erzeigte, michin die Niederlage der Hollitscher Fayence zu Wien zuführen; so hat er mir selbst gesagt, daß diese Fayen-cefabrik so viel eintrüge, als die wienerische achtePorcellanfabrik so der Kaiserinn Majestät gehöret.

Von dem Zu dem Brennen der Fayence bedienet man sichBseE" (heil eines solchen Ofens, als die besten Brennofender -ayen-^ beschaffen sind. Unterdessen ist,es alle-

mal besser, wenn er ungleich höher ist, als die Töpfer,öfen gebauet sind. Der Ofen in der neu angelegtenFayencefabrik zu Schleswig ist so wohl eingerichtet,als ich noch jemals einen gesehen habe. Dahero, ob«6 gleich anfangs in dieser Fabrik mit der Glasurnicht recht fort gewollt hat; so hat sich doch dieserFehler verbessern lassen; und bey den übrigen sehr gu-ten Einrichtungen dieser Fabrik kann man sich sehrtüchtige Waaren daraus versprechen.

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