Von Alaun - und Vitnolsiedereyen. 495
metallische, oder allein eine z»m Alaun geschickte Erdein sich enthalten sollte, sondern beyde sind gemeiniglichin einerley Miner beysammen. Ja, wahrscheinlichwird die Alaunerde erst durch das Feuer und die Luftdazu determiniret und erzeuget, in welche physikalischeUntersuchung wir uns aber hier nicht einlassen können.
Unterdessen soll die Miner bey Civita Vecchia, JnderMüworaus der röthliche sogenannte römische Alaun ae- "" bey Ci«sotten wird, ganz allem Alaun, ohne Vitriol, m sich ^ al,enthalten; ja der Alaun soll daraus ohne allen Zusah lein Alaunund Niederschlug, der bey andern Alaunminern allemalnöthig ist, ausgelauget werden. Allein, die Nachrich-ten von diesen Alaunwerken sind so ungewiß, daß ichdarauf nicht sicher bauen möchte, daß in dieser Minergar kein Vitriol sey. Alle Schriftsteller schreiben hierdie Nachricht ab, die Kircher in seinem muuclo siub-tcrrgn.o von diesem Alaunwerke giebt, und indemdiese Nachricht durch so viel Hände geht, davon jederetwas zusehet, so wird sie endlich ganz verstellet. Z. E.
Kircher sagt, nachdem man die Alaunsteine gebrannthabe, so würden sie fast einen Monat lang auf einenummauerten Plaß geschüttet und alle Tage viermal be-nehet. Diese Nachricht ist sehr wahrscheinlich, weildas Bcnehen der gebrannten Alaunminern andrer Ortenebenfalls geschiehet. Allein so wie Herr Neumann inseincrChymie, Cap. von Alaun, diese Nachricht verän-dert; so wird sie ungereimt. Er sagt, sie würden fünfund zwanzig bis dreyßig Tage lang alle Tage begossen,um das Feuer darinnen zu löschen, und damit so lange
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