§->4 Abtheil. V. Abschn. I. Hauptst.
mal Vitriol anschießet, und die übrige Lauge hat als-denn erst bloß Alaun jn sich
Von dex Nachdem wir nunmehr die Abscheidung diesep bey.
Verfertigung desAlaunsinsbeson-dere.
den Salze von einander gezeiget haben; so wollen wirhie fernere Bearbeitung eines jeden insbesondere vor-stellig machen, und zwar zufprderst des Alauns. EineAlaunlauge, aus welcher der Vitriol abgeschieden ist,wird dann abermals in eine bleyerne Pfanne gethan,und eine klare wohlgesättigte Lauge von Pottasche, oderaus gemeiner Holzasche und Kalk, oder alter Urin insolcher Proportion darunter geschüttet, daß diese Laugeekwan den zwanzigsten Theil gegen die Alaunlaugeausmacht. Alsobald wird ein heftiges Brausen ent-stehen , und sich nach und nach ein weiß oder gelblichgraues Pulver zu Boden schlagen, welches Alaunmehlgmennet wich, Dieser Niederschlug, welcher unum-gänglich
*) Der beste Alaun ist derjenige, welcher gar keine Spurvon Eisen hat; denn nur von diesem kann man bey derFärbercy die besten Würkungen erwarten. Dieses ist dieUrsache, warum der römische so sehr gesucht wird; zupns kömmt er gleichwohl selten. In neuern Zeiten habensich die Schweden am meisten und glücklichsten bemühet,ganz reinen Alaun zu liefern, und sie genießen schon jetztdavon den Vortheil, baß ihre Wqare in großer Mengenach Frankreich, mich nach Teutschland geht. Hierausist leicht zu schließen, daß man niemals einen vorzüglichenAlaun aus solchen Mineralien zu hoffen hat, die zu glei-cher Zeit auch Pitriol geben. Es ist wahr, man kenneteinige Mittel, die Eisenerde auszuscheiden, aber bey sehrmartialischen Mineralien sind sie nicht hinlänglich, oderdoch zn umständlich und kostbar.