Von Schwefel- und Arsenikhütten. 519
schaftlicher die Schwefelschlacken, schwefelichte Kiese,Kupfernickel und dergleichen schwefelichte Mineralienanwenden, davon die Erfahrung bald die Proportionan die Hand giebt. Das Rauschgelb wird durch dieDestillation gemacht, wie man den Schwefel über-treibt; weil der Schwefel hier den Arsenik auflösetund in sich nimmt. Allein der gelbe Arsenik wird durchden Weg der Sublimation verfertiget; weil hier derArsenik zu viel ist, und den Schwefel, der sich mit ihmvereiniget hat, mit aufsublimiret. Beyde aber erfor-dern wiederholte Destillationen und Sublimationen,um sie vollkommen zu reinigen, und in genugsam schö-ner Farbe dazustellen.
Drittes Hauptstück.
Von den Blaufarbenwerken.
AkV'r kommen nunmehro in diesem Hauptstück auf Einträgedie Blaufarbenwerke, worinnen die Schmal-te, oder blaue Farbe, aus dem Kobolde zubereitet wird. henwcrkeDiese Farbe ist eine Erfindung neuererZeiten, die nicht inSachsen.viel über anderkhalbhundert Jahr alt ist. Ehedemwußte man den Kobald so wenig zu nutzen, daß mandenselben, als die schädlichste und giftigste Sache, überdieHalten laufen ließ, und sehr verdrießlich war, wenner bey andern Erzen mit einbrach. Die Fabeln vondem Bergkobalde oder Bergteufel haben wahrschein-lich daher ihren Ursprung. Allein seit anderthalbhun-dert Jahren ist der Kobald eine Quelle des Reichthumsvor Sachsen geworden, nachdem man die Eigenschaft
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