5Z7
Von Blaufarbenwerken.
auf stehen laßt, so'verlieret er die Eigenschaft, daßer seine weiße Farbe im Feuer verändert, und er istalsdenn zum Schmaltemachen sehr wohl brauchbar.
Einige berühmte Schriftsteller, die von der Zu-Ursachebcrcitung der Schmälte in Uhren Büchern gehandelt ^haben, gestehen zwar, daß es bey der Verfertigungdieser blauen Farbe gar sehr auf die Beschaffenheit der Kiesel undKieselsteine, oder des Sandes ankomme, die man Sandes,dazu anwendet; sie glauben aber, daß man die Ur-sache davon noch nicht genugsam einsehen könne.
Mich beucht, es ist nichts so leicht begreiflich, als dieUrsache davon. Je weißer die Materialien zumGlasmachen sind, und sich im Feuer unverändert er-halten, desto mehr kann die ssärbende Eigenschaft desKoboldes wirken; und gleichwie alsdenn die blaueFarbe keine Hinderniß von andern färbenden Mate-rien antrifft, so muß sie um so eher in ihrer vollkom- -menen Schönheit erscheinen. Es ist hier die nämli-che Beschaffenheit, als bey dem Färben der wollenenZeuge. Je weißer und reiner ein Stück Zeug ist,desto schöner wird alleinal die Farbe werden.
Endlich, und drittens, kommt es auch zu Beför-.^Uufderdernng der Schönheit der Schmälte gar sehr auf die Dcschaffen-Beschaffenheit des Wassers an, das zu dem Ablö-sehen,l Pochen und Schlammen derselben gebraucht z„mwird. Man hat sich von einem weichen Wasser hier-'Schlänvinnen allemal eher etwas Gutes zu versprechen, als Möschenvon einem harten: und je mehr ein Wasser minera-
Ll z lische