Don derProper-tion de«Quecksil-bersundSchwefelslm Zinno-ber.
542 III. Abtheil. V. Abschn. IV.Hmlptst.
den werden kann. Diese Minern nennet man auchnur Quecksilbererz. Diejenigen Stufen, worinnenreiner und derber Zinnober zu ersehen ist, werden sorg.faltig ausgeschieden und zum Unterschied der vorigenZinnobererz genennet. Man pochet sie gröblich,schlämmet dieselben, und liefet die kleinsten Zinnober-stückchen sorgfältig aus; und daraus entstehet derSmütlbgriz natiua in Arrmulis; größere Zinno-berstücken aber werden auf der Scheidebank ausge-schieden, und heißen Linn:il)gri8 mitiua, oderBergzinnober. Allein weder der in Arnnu1i8, nochder ordentliche Bergzinnobcr werden in so großerMenge gefunden, daß sie zu dem arzeneyischen, me-chanischen und andcrmGebrauchzureichend seyn könn-ten. Dieses zeiget sein ungleich höherer Preis vordem gemachten Zinnober. Kaum daß der Bergzin-«ober zureicht, soviel er vor die eurieuse Chymie ge-sucht wird. Ueberdieß ist der Vergzinnober zum ar-zeneyischen Gebrauch niemals sicher, weil er schädlichefremde Bestandtheile in sich haben kann. Es ist al-so gar keine unnöthige und überstüßige Arbeit, daßman durch die Kunst in dazu angelegten Fabriken Zin-nober verfertiget.
Der gekünstelte Zinnober ist ohne Zweifel eineNachahmung des natürlichen. Indem man dcnsel-ben untersuchet hat, so hat man befunden, daß seineGrundtheile Quecksilber und Schwefel sind, als wcl-che sich durch verschiedene Arbeiten gar leicht von ein-ander abscheiden lassen. Man hat also den Versuch
gemacht,