Von Zinnober-und Sublimatfabriken. 549
wahrscheinlich ist, weil sich das Saure des Vitriolsmit der alkalischen Erde des auSgetriebenen Kochsalz-geistes vereiniget, und seine metallische Erde fahrenlaßt; so würde sich doch an dstse Salze unnützer Wei-se viel Schwefel anhangen, ohne daß 11IU» siehet, wiedurch diesen Zusah bey dem Zinnobermachen der ge-ringste Nutzen entstehen kann.
Es ist viel wahrscheinlicher, daß man entweder Wahr-rohes Spießglas, oder dessen König, und vielleichtbeydes zugleich, zusehet. Das rohe Spießglas hat Spicßglareinen viel reinern Schwefel in sich, Der zu einer vor- zu.trefflich rothen Farbe viel beytragt, wie man an demSpießglaözinnober sieht, der so schön an Farbe ge-macht werden kann, als es bey dem ordentlichen Zin-nober niemals möglich ist. Der regulinische Theildes Spießglases aber ist geschickt, das Quecksilber zuvermehren, indem viele Erfahrungen bey dem Spieß-glaSzinnober und der Butter des Spießglases unläug-bar zeigen, daß wirklich etwas von dem regulinischenTheile des Spießglases mit zu Quecksilber werdenmuß. Denn wenn man die Butter und den Zinno-ber des Spießglases wieder in ihre Grundtheile aus-einander setzet und das Quecksilber lebendig macht; sozeiget sich bey den allerpünctlichsten und reinlichstenArbeiten, daß man mehr Quecksilber wieder erhalt,als man Anfangs dazu genommen hat. Da nundas Spießglas in Vergleichung mit dem Quecksilberso wohlfeil ist; so wäre dieses allerdings ein vortheil-haftiger Zusatz, und wahrscheinlich auch der unschäd-lichste, der erwählet werden kann.
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