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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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562
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§62 III. Abtherl. V. Abschn. V. Hauptst.

Don dcrMennige.Was sic ist.

Ein anderes Produkt aus dem Bley ist die

Men.

sten verursachen. In Teutschland verfährt man jel-t auffolgende Weise. Das zu Tafeln gegessene Bley wird zu-sammen gcrollet, und über ein Holz in irdene Topfegestellet, in welche man etwas Diereßig gießt. DieseTopfe, welche mit einer Bleyplattc zugedeckt werden,überschüttet man mit Mist, und zwar d raestalt, daßviele Reihen Topfe über einander zu stehen kommen. DieHitze des faulenden Mists treibt die Pflanzensaure in dieHöhe, deren Dünste das Bley in einen weißen Kalkverwandeln, dcr hernach mit Wasser angemengt auf ei-ner Noßmühlc fein gerieben, und hernach getrocknet wird.Fast noch bequemer geschieht die Arbeit zu Rostow inRußland im Moscowischen Gouvernement. Man setztdas Bleu auf einen hölzernen Rost in einem Tönnchen,gießt Sauerwasser dazu, das aus aeschrotenem Roggen-malz, Gerstengrütze und etwas Hopfen (der wohl unützist) gemacht wird. Man bedeckt die Tonne mitFilz, und setzt sie auf einen niedrigen erwärmten Ofen.Vielleicht könte die Verkalkung dadurch beschl-uniget wer-den , wenn man zu dcr Pflanzensaure etwas Vitriolsäuregösse; dieß würde die Verdunstung befördern, aber beyder geringen Hitze selbst nickt in die Höhe gehen. DieHolländer und Engländer haben freylich die Verfälschungdes Bleyweißes, welches sie ehemals fast allein lieferten,mit Kreide eingeführt, und die teutschen Fabricantensinddeswegen gezwungen , um mit ihnen Preis zu halten,ebenfalls zu 2 Theilen Dleywciß einen Theil Kreide zumengen. Ein solches unreines Bleyweiß ist, wenn eSgleich wohlfeiler ist, für den Maler wenigstens keineErsparung; denn da es sich nicht so dünne, als das un»verfälschte auftragen laßt. so muß cr desto mehr davonnehmen. Weil man ferner doch auch ganz reines Bley-weiß zu haben wünsckte, so mußte man für solches, umauch mebr dafür federn zu können , einen neuen Namenrinfükren; m n nannte es «ckneferweiß, welches mnzaus Bley, und nicht, wie man vorgegeben hat, aus rinnmid Vwv, gemacht wird. Es ist auch im Handel unter

dem