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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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565
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' Von Bleyweiß, Mennige, Grünspan rc. 565

hek, und das allemal den zehnten und zuweilen denfünften Theil des in die Arbeit genommenen Bleykal-keö ausmacht, nicht eben dem Ruß beymessen, dersich der Mennige insinuiret. Eine so ansehnliche Ver-mehrung des Gewichtes entstehet bey mehrern Calci-nirungen der Metalle, z. E. bey Rüstung des Spieß-glases, ohne daß das Feuer denselben unmittelbar be-rühret ; ja ohngeachtet der in dem Spießglase befind-liehe beträchtliche Antheil von Schwefel durch diesesRösten verflüchtiget wird.

Man kann sowohl aus einem Dleykalke, als aus Woraus sieder Glatte, die bey dem Abtreiben des Silbers ent- verfertigetstehet, eine gute Mennige verfertigen. Diejenigen,welche glauben, daß die Mennige aus der Glatte nichtso gut wird, wissen keinen vernünftigen Grund da-von anzugeben. Es wird weiter nichts erfodert, alsdaß das Bley, das zu dieser Arbeit genommen wer-den soll, in genügsame kleine Theilchen zertheilet ist;und in diesem Zustande ist die Glätte, die eine Artvon Bleykalk oder Bleyschlacke ist, die an sich selbstaus reinem Bley bestehet, ohne daß sie mit fremdar-tigen Theilen verunreiniget ist. Denn wenn sie aucheinen geringen Antheil von Kupfer in sich enthaltensollte; so würde dieses zu der Absicht der Mennigegar nicht schaden, da das Kupfer selbst in der Calci-nakion eine rothe Farbe annimmt. Es ist auch ge-wiß, daß fast alle Mennige aus nichts als Glatte ge-macht wird. Diejenigen aber, welche sich einbilden,daß die Mennige aus Bleyglanz gemacht wird, irren

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