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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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575
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Von Bleyweiß, Mennige, Grünspan rc. 575

mern Geruch hat, als man an dem Grünspan sonstgewöhnet ist.

Unterdessen kommt hierbei) auf die Wahl der Auf wasübrigen Salze, die man dabey anwendet, gar viel an. bloßEine Art Salze laßt sich immer besser in dieser Vew^ zuma"Mischung nutzen und bearbeiten, als die andere. Ich chen >st.will doch die Art und Weise hersetzen, wie e6 mir nocham besten gelungen ist, einen blaugrünen Grünspanzu verfertigen, der eben die schöne Farbe, als der fran-zösische, gehabt hat. Ick habe z. E. ein Pfund reineKupsirasche genommen, darunter zwölf Loth Küchen-salz und zwölf Lotb Alaun gemifchct, dieses Gemengein einem grossen Mörser wohl unter einander gerieben,und mic Wasser in einem irdenen glasurten Gefäß zueinem dicken Brey angerühret. Dieses habe ich an ei-nem warmen Orte gelinde austrocknen lassen. Manerreicht dadurch die Wirkung, daß die Kupferasche schonziembch corrodiret und zu der nachfolgenden Arbeitdcstobesser geschickt wird. Man kann zwar auch diesesGemenge mit altem verfaulten Urin anfeuchten. Al-lein es trocknet alsdcnn bey gelinder Wärme viel lang-samer; und ich habe mit dieser Vorarbeit nicht gerneüber ein Paar Tage zubringen wollen. Wenn nun dieMaterie wohl trocken gewesen ist; so habe ich noch einviertel Pfund trocken Küchensalz, ein viertel Pfundsalzburgischen Vitriol und drey viertel Pfund rothenWeinstein auf das allerzarteste darunter gerieben, diegcsammte Materie mit altem wohlgefaulten Urin mäßigangefeuchtet und sie in einer irdenen Schüssel in dcnKellergeftßer. Nachdem sie vier Wochen daselbst gestanden

hat;