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Johann Heinrich Gottlob von Justi ... vollständige Abhandlung von den Manufacturen und Fabriken. Erster [- zweyter] Theil
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607
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Von gefärbtem Leder, Papier rc. 607

rln groß hölzern Gefäß voll sehr leinen und klare»Wassers laufen, wodurch das Wachs gekörnet wird,welches zur Bleiche unumgänglich nothwendig ist.Man kann zwar vermittelst glatter hölzerner Ku-geln, die man naß macht, und in das Wachs ein»taucht, dünne Blattchen daraus machen. Alleindieses ist viel mühsamer, und das Körnen thut ebendie Dienste. Dieses gekörnte Wachs leget manauf Horden oder hölzerne Gerüste, die mit LeinewanVüberzogen sind, im May und Iunius acht TagSunter freyem Himmel, und laßt es daselbst Tagund Nacht liegen, damit es auch vom Thau bc»feuchtet werde. Am Tage, wenn die Sonne sehtheiß scheinet, muß es zuweilen benetzet werbemWenn das Wachs also acht bis zwölf Tage nachMaaßgebung des Sonnenscheins gcbleicher hak;so wird es wieder gelinde geschmolzen, und aber-Mals geköriret *); da denn abermals acht biszwölf Tage der Bleiche ausgesetzet wird: und die-ses wiederholet man so oft, bis das Wachs seinevollkommene Weiße erlanget hat; da es denn zumVerkauf in Scheiben gegossen wird. Das Haupt»werk dabey kommt auf ein sehr gelindes Schmcl»

zeri

*) Äekörnet wird das Wachs nicht, sondern aebändert^S- Technologie S. >8'. Daß man das Waebs auchohne Bleichen weiß machen, wenigstens das Bleichensehr vorthrilhast beschleunigen könne, habe ich durchVersuche bewiesen in diovi» commentsril» tociecsii«tclenüsrum Lsttintzenstr V x.