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Kurzer und gemeinfasslicher Unterricht in der Naturgeschichte der nützlichsten einheimischen Waldbäume ... / Karl Kasthofer
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und nachtheilige Bewirthschaftung gleichsam verewigtund in Bezug auf das richtige Maaß der jährlichenWaldbenutzung jede Berechnung schwierig oder täu-schend macht.

§. il.

Die Natur der Weißtanrre. Die Schlagfnh-rung in den Weißtannenwäldern.

ES kommen in der Schweiz selten bedeutend großeWeißtannenwälder vor, aus dem Grunde, weil dienatürliche Fortpflanzung derselben mehreren Schwie-rigkeiten als die natürliche Fortpflanzung der Roth-tannen unterliegt. Der Saame der Weißtanne istzwar auch geflügelt, wie der Saame der Rothtanne,aber viel schwerer als dieser; er wird daher nicht soweit vom Mutterstamm weggetragen; und die jungeWeißtanne verlangt nach ihrem Aufgehen aus demSaamen und noch mehrere Jahre nachher mehr Schutzvor Frösten und vor starker Sonnenhitze als die jungeRothtanne; dagegen verträgt sie eine dunklere Be-schattung und selbst die Traufe umstehender ältererBäume viel besser als diese. Die Weißtanne bedarfim Hochgebirg den Schuh der rauher» Rothtanneund sie wird da in vereinzeltem schutzlosen Standenicht oft angetroffen. Ihre Wurzel geht schon in derersten Jugend tiefer als die Wurzel der Rothtanneund sie sieht etwas fester gegen Windstürme als diese.Auf Schattseiten der Berge und auf frischem etwas

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