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Kurzer und gemeinfasslicher Unterricht in der Naturgeschichte der nützlichsten einheimischen Waldbäume ... / Karl Kasthofer
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werden sollen, so müssen Kahlschlüge gemacht werden;in Dunkelschlägen würden die Birkensaamen nichtaufgehen oder die jungen Pflänzchen bald verderben,wenn nämlich die Birken, wie das gewöhnlich ist, mitVaumarten gemischt stnd, die eine dunkle Beschat-tung geben. Das Birkenholz fault schnell, wennder gefüllte Stamm nicht sogleich entrindet und antrockenen Orten aufbewahrt wird. Wird ein be-laubter Birkenstamm gefüllt und entrindet, so dün-sten die Süfte durch die Blätter desto besser aus,das Holz gewinnt dadurch eine längere Dauer undkann zum Bauen verwendet werden.

Die weiße äußere Rinde jüngerer Bäume, dieleicht abgeschält werden kann, widersteht der Fäulnißsehr lange Zeit und gibt auch dem Holzwerk, daSdamit bekleidet wird, eine viel längere Dauer. Dieölichten Bestandtheile dieser weißen Rinde könnendurch Destillation ausgeschieden werden, und bewah-ren die Bauhölzer langezeit vor der Fäulniß, wennsie damit angestrichen und getränkt werden.

Die Wcißerle gedeiht auf dem Sand und Ge-schiebe, welches unsere Bergströme ablagern, undfolgt denselben bis an den Fuß der Gletscher, ohnejemal von der Kälte zu leiden. Ihre Blätter ver-wesen schnell und haben eine aufallcnd düngendeKraft, wenn sie verwesen. Wird der noch jungeStamm gefällt, so schlägt der Stock nur wenig aus,die Wurzeln aber treiben rings um denselben außer-ordentlich viel Brüt.