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Ueber Torf, dessen Entstehung und Wiedererzeugung mit besonderer Berücksichtigung des Bezirkes Regensberg / von ... Wäkerling ...
Entstehung
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mit Steinen ausmauern ließ ; dieses mit noch in grünem Zustandesich befindenden Sumpfpflanzen theilweise ausfüllte und mit Moor-wasser stark begoß, nachdem er die Pflanzentheile ein wenig ver-kleinert hatte. Ein das Gefäß fest schließender Deckel wurdeoben aufgelegt und das Ganze beschwert. Die Masse kam inGährung. Die weichen Pflanzentheile waren schon in einigenWochen braun geworden ; es entwickelte sich Kohlen -, Schwefel-und Phosphor-Wafferstoffgas. Schon in einem Jahre war dieMasse ganz schwarzbraun und torfähnlich. Nachdem er nochdrei andere Jahre wie oben gezeigt verfuhr, bekam er ein gutes,in chemischer und physischer Hinsicht ganz dem gewohnten Torfeähnliches Kunstprodukt. Bei diesem Vorgänge beobachtete er auchdeutlich , daß die Torf- oder Humussäure während des Sommersausgelost war, im Winter aber sich zu Boden setzte, was inpraktischer Beziehung sehr wichtig ist ; denn wir werden er-kennen wir dieß für richtig in.Zukunft das Torfwasser, wennuns nicht die höchste Noth dazu zwingt, nicht in Bäche, Seenoder Ströme ableiten, und so eine Menge verbrennlicher Stoffeverlieren wollen.

VI. Haben wir nun das Wesen und die Entstehungsart desTorfes etwelcher Maßen zu entwickeln gesucht, so müssen wirnicht vergessen, Hier einiges beizubringen, was auf die Erkennungvon Torfgrund Einfluß hat. Kennen wir die oben angeführtenSumpfpflanzen, und haben wir sie auch schon in der Naturgleichsam neben einander vergesellschaftet gesehen, so wird es beilebendigem Zorflande nicht schwierig sein, es als solches, wo essich finde^ wieder zu erkennen. Besonders sind es die Stellen,wo das buschige, wollige Dungras, das Torfmoos, die Rasen-segge, und das Heidekraut in Gesellschaft neben andern Sumpf-pflanzen vorkommen. Der Schilf ist ein trugliches Kennzeichen.Ueberhaupt muß man bei Erkennung des Torfbodens nicht nurEine Pflanze, sondern immer eine Menge und Verbindung meh-rerer Sumpfpflanzen im Auge haben. Der braune Grund, dasZittern des Bodens, die regenbogenschillernde Haut auf den Ge-wässern der nahe liegenden Graben u. s. w. werden dann wohli» diesem Falle zur Erkennung für jeden hinreichen.

Anders verhält es sich mit todtem Torfgelände. Hier kom-wen gewöhnlich ganz andere Gewächse zum Vorschein, als ur-sprünglich auf dem jetzigen Boden standen, Es wachsen ge-wöhnlich da süße Gräser und Mattenkräuter; das Torfwasser ist