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Ueber Torf, dessen Entstehung und Wiedererzeugung mit besonderer Berücksichtigung des Bezirkes Regensberg / von ... Wäkerling ...
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verkennt zwar keineswegs das große Feld für fernere Forschungenund Entdeckungen in diesem Fache. So z. B. wird es sicherst durch Erfahrung herausstellen, welche Pflanzen für die Torf-bildung die geeignetesten seien; in welcher Reihenfolge, in wel-cher Verbindung, in welchem Wasser die einen oder andern Pflan-zen besser gedeihen; was ferner Jahreszeit, Bebauungsart, Wasser-stand u. s. w. Veränderndes hervorbringen.

Indeß glauben wir aus guten Gründen doch, daß vor derHand zu empfehlen sei, wenn man die sich vorfindenden Wasser-gewächse in die Gruben verpflanzt, so zwar, daß dieß dem je-desmaligen gewöhnlichen Wafferstande angemessen sei. Befindetsich viele Schuhe tiefes Wasser darin, so mag am zuträglichsten sein,wenn man Konserven, Schlauchkraut, Wasserlinsen aus andernGruben hinüberträgt, und es nicht dem .Zufalle überläßt, bisdie Natur dieß von selbst thut. Auf den schwimmenden Rasen-stücken wächst nach Erfahrung bestimmt hinaufgesäeter Binsensamen,den man am Ende des Sommers vom verblühten Stocke abpflückt.

Im tiefsten Grunde wachsen die Seerosen empor. Man kanndaher den Seekäntlisamen gegen den Herbst zu pflücken und indie Gruben ausstreuen. Der Armleuchter wächst auf sonst geeig-netem, kalkhaltigem Boden unter dieser Pflanze noch recht üppig;so am Mettmenhaslersee. In späterer Entwickelung des Torf-grundes, wenn nur noch wenig Wasser vorhanden ist, wird manmit Nutzen den Seggensamen ausstreuen, jedoch nicht vor Endedes Sommers, da er nicht früher reift. Man hat auch, und zwarmit Erfolg, in nicht allzutiefem Grunde Rasenstücke auf kleineHolzsteckcn gesteckt, darein einige Seggen gepflanzt, und schonin einem Jahre es weit mit der Vegetation gebracht. Nicht all-zuhohes, doch einiges Wasser öurchdringt noch das Schilfrohr;")man wird unter diesen Umständen sehr wichtigen Gebrauch vonder Anpflanzung dieses Gewächses machen. Nach Erfahrung habensich Ableger und Wurzeln sehr zweckmäßig bewährt. So hat einBürger von Waadt durch Wurzclstöcke schon im folgenden Jahrenach der Ausbeutung seines Torfgeländes einen Röhrst- oderSchilfrohrwald erzeugt.

Man wird freilich anfänglich mit etwas Verwunderung denAntrag der Commission anhören, wenn sie vorschlägt, die jähr-

*) Versuche haben gelehrt, daß Schilf nicht mehr wächst, wenndas Wasser 4 und mehr Fuß hoch steht-