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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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des Schlecht- und Schönfärbers re. 2r

verbunden worden. Man würde ungerecht ver,fahren, wenn man nicht gestehen wollte, daßdie Mittel, welche den Herrn du Fay zu Entde-ckung dieser Prüfungen durchs Kochen gebrachthaben, nicht sehr sinnreich auSgedachk sind, weildie Prüfung durch Luft und Sonne in solchenFallen nicht zu gebrauchen ist, wo man sogleichbeurtheilen muß, ob ein Zeug, der auf einerMesse, oder bey anderer Gelegenheit zum Ver-kaufe ausgeleget wird, von guter Farbe ist, wennfein Prciß solches erfordert.

Diese Art Prüfungen, welche nach dem neu-en Unterrichte angestellet werden, den man Herrndu Fayö Untersuchungen gemäß abgefasset hat,nehmen einer solchen Farbe, wenn sie falsch ist,in wenig Minuten so viel weg, als sie innerhalbir bis rz Tagen von der Luft verlieren würde.Wie aber allgemeine Vorschriften für solche Prü-fungen mancherley Ausnahmen unterworfenseyn müssen, die man nicht voraus hat sehenkönnen, oder die man nicht umständlich erzäh-len konnte, ob man sie gleich voraus sahe, ohnesich der Gefahr auszusehen, daß man Verwir-rung verursachte; so sind diese Vorschriften viel-.leicht zu allgemein ausgedrücket, und in verschie-denen Fällen zu strenge, wo hohe Farben, schwä-chere Salze, oder doch die Salze in geringererMenge erfordern, als dunklere, welche einen an-sehnlichen Theil ihrer färbenden Ingrcdientienverlieren können, ohne daß man solches sehrmerkt; solchergestalt hatte man fast für eine jedeSchattirung eine Vorschrift zu einer besondern

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