z6 Vom Blauen.
nicht von dem Ungeziefer (tmes) angegriffen wi>-d,wie geschehen würde, wenn sie von der Fertigkeitbefreyet wäre, daher man solches nicht eher thut,als bis man sie färben will. Da diese Verrich-tung für den Färber gehöret, und bey aller Wollewelche gefärbt wird, ehe u an sie zwirne, unum-gänglich nöthig ist, was für eine Farbe sie auchbekommen soll; so will ich beschreiben, wie mandabey verfährct. Es geschiehet solches nichtdurchgängig auf einerley Art, und es kann indiesem Verfahren einiger Unterschied Statt fin-den: Folgendergesialt verhält man sich in derManufaktur von Andely in der Normandie, wosehr schöne Tuche gemacht werden.
wie man die Wolle von ihrer Fettigkeitbefreiet.
Man bedienet sich eines Kessels, darein ohn-gefahr ro Eymer (8eäux) gehen. In selbigengießet man i r Eymer Wasser und 4 Eymer Harn,der ordentlich gegohren hat; man erhitzt denKessel, und wenn alles so warm ist, daß mankaum die Hand darinnen leiden kann, wirft manetwan 10 bis ir Pfund Wolle, die noch ihrenatürliche Fettigkeit hat, (laine en lumn) hinein.Man laßt sie ohngefähr eine Viertelstunde indem Kessel, und rühret sie von Zeit zu Zeit mitStäben, worauf man sie heraus langt, und ei-nen Augenblick auf der breiten Bahre, von wel-cher ich bey Beschreibung der Färberwerheugegeredet habe, abtröpfle» läßt. Von dar schaft
man