4o Vom Blauen.
rungen der Farben ist sie verschiedentlich. Roth,blau, und die davon herstammcnden Farben ha-ben sie nöthig. Das Schwarze erfordert eineihm eigene Vorbereitung, blau und falb, oderWurzelfarbe aber gar keine, wenn die Wollenur wohl gcreiniger und eingeweicht ist. Auchfür das Blaue ist keine andere Borbereicung nö-thig, als sie in die Küpe zu tauchen, daselbstwohl herum zu bewegen, und weniger oder mehrZeit darinnen zu lassen, nachdem man die Farbeweniger oder mehr dunkel haben will. Sowohldiese Ursache, als auch die Betrachtung, daßsehr viele Farben zum voraus eine Schattirungvon Blau auf der Wolle erfordern, haben michbeweget, damit anzufangen, daß ich so genaueVorschriften, als möglich, von dieser Farbe ertheilte. Denn wenn es leichte ist, die Wolle blaizu färben, nachdem man die blaue Küpe einmalzugerichtet hat, so ist die Zurichtung dieser Küpenicht so leichte, und in der That das schwerstein der ganzen Färbckunst. Bey allen den übri-gen darf man nur nach sehr leichten Vorschriftenverfahren, die immer von den Meistern auf ihreLehrlinge fortgepflanzet werden.
Man braucht drcycrley Dinge zum Blaufarben;den Pasicl oder Waid, den Wau, (Voueäe)und den Indigo. Ich will die Zubereitung jedervon diesen Materien lehren, und mit der Pastel-Küpe anfangen.
Fünf-