Don der Pastel- oder Waid-Küpe.
man arbeitet, sie wieder zurcchte zu bringen, et-was zu sehr erkältet, muß man sie in der Wär-me erhalten, indem man das Klare ausleeret,und desselben Stelle mit warmen Wasser ersetzet;denn wenn die Küpe kalt ist, greift der Pastelden Kalk nicht, oder nur sehr wenig an; ist sieaber zu warm, so hält solches auch die Wirkungdes Pastcls zurück, und verhindert ihn, denKalk anzugreifen. Also muß man lieber ein we-nig warten, als die Küpen zu eilfertig wiederzurcchte bringen wollen, nachdem sie einmal inUnordnung gerathen find.
Daß eine Küpe nicht genug Kalk bekommen,und dadurch gelitten hat, erkennet man daraus,wenn sich in ihr keine großen Luftblasen vonschöner und blauer Farbe zeigen, sondern wennsich nur ein Schaum von matten Bläschen wei-set, und sich, indem man mit der Krücke darin-nen rühret, nur das Geräusche von unzähligenkleinen Luftblasen, die eben so, wie sie nachund nach entstehen, auch wieder bersten, hörenlässet, welches man lriller nennt. Die Küperiecht alsdenn auch wie Spülicht, oder wie Eyer,die schon gebrütet sind. Sie fühlt sich rauchund trocken an. Das Mark, das man herauslangte verändert sich nicht, welches fast allezeitgeschiehet, wenn eine Küpe durch Mangel anKalk gelitten hat. Vocnämlich muß man diesenZufall befürchten, wenn man die Küpe zuerstangestellt; denn hat man alsdenn den Zustandder Küpe nicht wohl beobachtet, sowohl was den
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