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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Von der Pastesi- oder Waid- Küpe. 55

den andern Tag, wie den ersten, hinein zuthun-

Was die Farben betrift, so färbet man ausdieser solchergestalt ncuangestellten Küpe, wofernman so viel Vortheil,, als möglich, daraus zie-hen will, anfänglich die Zeuge, welche schwarzwerden sollen, nachgehcnds die königliche«Blaue (bleu; 6e Iloy); ferner diejenigen, wel-che blaugvün (verch bruns) werden sollen,werden ordentlich, wenn man die letztmniale rüh-ret, am zwecken Tage, nachdem man zuerst gc-färbet hat, gemacht.

Wenn. den dritten Tag die Küpe allzu- sehrabgenommen hat, so muß man sie mit warmenWasser bis auf vier Zoll vom Rande füllen. Ei-nige Färber nennen diesen Zustrtz rejallaxe.

Gegen die letzten Tage der Woche werden dlsHcllestcn Blaue gemacht, und den Sonnabendrühret man die Küpe arrf, und versieht sie als-denn etwas mehr mit Kalk, als den vorhergehen-den Tag, damit sie sich bis auf den Montag hal-ten kann. Man setzet das Bad den MontagMorgens wieder über das Feuer, indem manes aus der Küpe in den kupfernen Kessel vermit-telst einer darzwifchen gelegten Rinne läßt. Manläßt die Brühe rein bis auf das Mark ab, undwenn es siedet, lasset man es von neuem in dieKüpe laufe», wobey man das Mark immer nachdem Maaße rühret, wie dieses warme Baddurch die Rinne herein läufk^ Man kann zu-gleich einen Kessel voll zubereiteten Indigo hinzuthun, wie nachgchends soll gemeldet werden.

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