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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
Seite
81
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Siebendes Kapitel.

Von der Indig-Küpe.

Indiq ist der Bodensatz von einer Pstan-zc, welche man p°7st oder Aml nennet.Diesen Bodensatz zu bekommen, setzet man zFasicr, eines imnier höher, als dasandcre. Daserste heißt das Weichefaß, oder Fnnlunorsstrst,l'rempoirs pourriturs); man füllt so cheS mit Was-ser, und thut die Pflanze mit samt ihren Blattern,chrcr Rinde, und ihren Blüthen hinein ImFlecken Sarguesse bey der Stadt Amodabat be-dienen sich die Indianer nur dcrBlettcr des Anis,und werfen Stengel und Aestc weg. Von die-scm Orte kömmt auch der beste Indig. NachAblauf einiger Zeit fängt alles an zu gährcn,das Wasstr erhitzt sich, und kocht gleichsam, esverdickt sich, und erhält eine blaue Farbe, diein Violec fällt, die Pflanze läßt nach einigerMeynung alle ihre Salze, und nach anderer ihrganzes Wesen fahren. Alsdenn ofnet man dieHöhe des FäulungsfasscS, und läßt das Wasser,welches alles färbende Wesen dieser Pflanzein sich genommen hat, in das zwcnte Faß, laLattsrio genannt, weil man darinnen das Was-ser, vermittelst eines Mahlwerks, mir Schau-feln schlägt, das Wesen des Indig-s zu verdich-ten, und es aus den Boden zu treiben, so, daß

das Wasser wieder helle und ohne Farbe wird,

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