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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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Von der Indig - K üpe. 85

Neigung in ein ander Gefäße abgießt, weil die-ses Obcnschwimmcndc also besser klein gemachtist, als das übrige. Was sich noch im Mörserbefindet, reibet man weiter, und gießet alsdennneues Wasser zu, das zärtcste abzusondern, undso fähret man fort, bis aller Indig zu einem sozartcn Pulver geworden ist, daß man ihn mitdem Wasser wegschwemmen kann. Dieß ist alleVorbereitung dabey. Nachgehcnds gießet manin diese hohe und enge Küpe die Brühe, welcheman im Kessel mit dem Färbcrrökhe-Marke undder Wcinhefenasche hatte kochen lassen, dasnoch etwa arst dem Boden zurücke geblieben war,und thut den Indiz klein gemacht hinein. Manrühret alles mit einer kleinen Krücke wohl untereinander; man lcgr Decken über die Küpe, undthut Kohlen um sie herum. Ist diese ArbeitNachmittage angefangen worden, so thut manden Abend wieder ein wenig Kohlen hinzu; ebendas geschiehet den folgenden Tag früh und Abends.Alan rühret auch die Küpe ordentlich zwcymalden zweyten Tag auf. Den dritten Tag fährtman fort, zu Unterhaltung der Wärme in derKüpe Kohlen herum zu legen; man rühret sieauch des Tages zwcymal auf. Alsdenn zeigetsich auf der Oberfläche der Brühe zuerst ein kup-ferartiges glänzendes Häutchcn, das daraufschwimmt, und an verschiedenen Orten unterbro-chen oder aufgeborsien ist. Den vierten Tagsetzt man das Feuer fort, und das Häutchcn istbesser zu Stande gekommen, und mehr zusam-menhangend; man siehet die Blume oder -den

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