iZo Von der Art, blau zu färben.
sich leicht überzeugen, wenn man den Geruch un-tersuchet, der sich in der Küpe währenden Gäh-rens entdecket, indem man sie rühret oder erhitzet.Sie riecht wie verdorbenes Fleisch, das man bra-ten ließe, und hat noch etwas beißendes.
z. Die Zubereitung des Anil, den Boden-satz davon abzusondern, bestehet in einer Gäh-rung, die bis zur Fäulniß ist fortgesetzet worden.An allen verfaulten Pflanzen aber befi ndct sich ct-was Urinösisches, es sey nun, daß dieses flüch-tige Urinösische von der genauen Verbindung derSalze mit dem Oele der Pflanze entstehe, oderder erstaunlichen Menge Jnsccten zuzuschreibensey, die sich von allen Gegenden her zu den sau-lenden Pflanzen cinsinden, und von dem Gerücheangezogen werden, da sie denn leben, sich ver-mehren, sterben, und folglich eine große MengeLeichen zurück lassen. Es verbindet sich also mitder Materie des Gewächses eine Materie aus demThierreiche, deren Salz allemal ein flüchtigesUrinösisches ist. Eben das Urinösische befindetsich auch im Waid, der gleichsam durch Gährungund Fäulniß zubereitet wird, wie ich schon gesagthabe, und wie man sogleich in der kurzen Nach-richt von seiner Zurichtung sehen wird.
4. Zum letzten Beweise dienet endlich, wennman den Indiz oder den Waid in einer Retorteübertreibet, es sey, daß solches allein, oder wel-ches noch besser ist, nach Beyfügung eines irdi-schen oder salzigten Alkali geschieht, so erhältman eine Feuchtigkeit, welche bey allen chymischcn
Proben