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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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169
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oder Venetianischen Scharlach. 169

röche wird, weil sich dieses Insect auf einem Baumvon adstringircnder Eigenschaft befunden, undaller Veränderung ungeachtet, die der Saft derPflanze, da er von ihm verdauet wurde, leidenmußte, dennoch diese zusammenziehende Eigen-schaft des Gewächses behalten hat, wodurch esdas Vermögen besitzt, den Wänden der Zwischen-räumchen der Wolle mehr Strebekraft zu geben,sich geschwinde und stärker zusammen zu ziehen,wenn sie aus dem siedenden Wasser in die kühleLuft gebracht wird. Denn ich habe bemerket, daßalleRindcn, Wurzeln, Hölzer, Früchte undMa-tcrien, die etwas Zusammenziehendes haben, al-lemal gute Farbe geben.

Biolet ohne Blau.

Der weiße Goßlarische Vitriol, dessen Grund-zeug Zink ist, (wie ich in meiner Abhandlung überdieses Halbmctall r-78z gesagt habe) verändert,wenn man ihn mit dem Wcinsteinkrystall gebraucht,das Rothe des Kermcs in Violet. Mit einer ein-zigen färbenden Materie also, und bloßem verän-dernden Wesen kann man violet machen, ohnezuvor einen blauen Grund zugeben; denn dieseFarbe, die man wenigstens bisher als zusammen-gesetzt angesehen hat, well man sie nicht anders,als durch Austragung des Rothen auf Blau, oderBlau auf Roth, hat erhalten können, gcrärh auchmit der Cochenille selbst und mit der Färberrörhe,wie man sehen wird, wenn ich von diesen beydenIngredienzen reden werde. Der weiße Vitriol

L 5 kömmt