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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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274
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274 Voni Schwarzen.

den Eisentheilchen in die Zwischenraumchen, undbefestiget sie darinnen, da es aber sich im Wasserleichte auflöset, so hält dieser Leim nicht so feste,als wenn er mit einem schwerer aufzulösendenSalze wäre gemacht worden; daher haben diesedunkelgraucn Farben auch nicht die Festigkeit an-derer, die beym Schönfärben auf eine Sache sindgebracht worden, die man zuvor durch den Sudmit Alaun und Weinstein vorbereitet hat, unddeswegen hat man die einfachen Grauen den Pro-ben mit dem Absieden nicht unterworfen.

Ich glaube die beste Art zu Verfertigung allerHauptfarbcn der Färber gegeben zu haben, oderwenigstens zu Verfertigung aller Farben, welchensie diesen Namen beylegen, weil alle andere Far-ben von ihrer verschiedenklichen Vermischung ab-stammen. Ich will sie iho durchgehen, wie alle-

zeit

be herzustellen.— Dem Herrn Piepenpring haben wirdie nähere Erkenntnis der Bestandtheile der Gaüäpfelzu verdanken; nach dessen Versuchen, die er damit an-gestellet, «giebt eS sich, daß nicht der zusammenziehen-de Theil der Gallapfel, sondern eine eigene mir diesemTheil verbundene Säure der Grund der mit dem Ei-senvitriol entstehenden schwarzen Farbe sey Es schlugderselbe die zusammenziehenden Theile aus einem Äall«apfeldekokt mit Laugcnsalz nieder — und die abfil«trirte Flüssigkeit gab mit Eisenvitriol schwarze Farbe.Um das dem getrockneten Niederschlag anhängendeFarbewesen abzuscheiden, wurde derselbe einer trocknenDestillation unterworfen; er gab einen sauren Liquor,aus welchem durch die Vermischung mit Eisenvitriol einegute schwarze Dinte entstand. (S.CrellS chemische Annalen.1786. erster Band S. 5»-)