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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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285
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und Gelben. 28Z

blauen Grund giebet. Aber diese blciue Schat«tirung muß so schwach seyn, daß es nur, so zttreden, ein wcißblnu ist, welches sich mir vielerMühe gleich und einförmig machen läßt. Wennman glücklich genug ist, diese Schamrung zu be-kommen, so giebt man ihr die gelbe Farbe, diesich für sie schickt, bester mit der Vir^a aurea-vonder ich nur geredet habe, als mit der Wiedc. Aberdiese Virga aurea ist den Färbern in Languedocnoch nicht bekannt, welche gleichwohl diese Far-ben am allermeisten machen; und da über diesesdie erwähnte Schattirung von Blau seht schwerzu erhalten ist, verstattet man ihnen bisweilen. Sei-ladon Mit Grünspan zu färben, obwohl alsdenndiese Farbe zur Schlechtfärbcrey gehöret» DieHolländer machen diese Farbe sehr gut, und ge-ben ihr Mehr Festigkeit, als sie ordentlich hat.Sie bedienen sich des Grünspans dazu. IhrVerfahren ist folgendes:

Man muß zween Kcstel haben, die einetnicht weit von dem andern gestellt sind. In denersten thut man für zwei Tuche von fünf undvierzig bis fünfzig Ellen Lange acht bis zehn Pfundweiße klein geschnittene Seife, die man darinnenvollkommen schmelzen läßt. Wenn die Brüheam Kochen ist, tunket man die Tuche hinein, undläßt sie eine gute halbe Stunde darinnen kochen.Man macht eine andere Brühe in dem Kessel,der sich an der Seite befindet, zurechte, und wennsolche heiß genug ist, daß man die Hand nichtdarinnen leiden kann, thut man einen Sack vonweißer Leinwand hinein, in welchem man zuvor

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