Buch 
Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
Seite
244
JPEG-Download
 

244 Vom indianischen

in dieser Brühe gefärbet wurde, hat nur eineWeinhefenfarbe bekommen, die übcrdicß in derLust nicht dauerhafter war, als die natürliche Far.be der Orseille. Andere saure Sachen haben dieFarbe matt gemacht. Kurz, es scheinet, daß,wie bey Verfertigung des Scharlachs mit dcrCo-chcnillc auch hier das Rothe der Orseillc mit ei-nem ungcmcin weißen metallischen Grundzeugemuß vereiniget werden, welches der Zinnkalk inder Composition ist.

Ich habe eben die Versuche mit der QrseilleVon Auvcrgne wiederholet, aber davon bey weitemnicht so schöne und gute Farbe erhalten. AllesErzählte ist also von der Rräliterorjeille zu ver-stehen, und besonders von derjenigen, welche HerrLafond zu Paris verfertiget.

Viertes Kapitel.

Vom indianischen oder Campecheholze.

^^«eses Holz ist bey den Schönfärbern von sehrgroßem N>chen, und es wäre zu wünschen,daß man sich desselben nicht bey dem Schönfärbenbediente, welches doch nur zu ofte geschiehet, weildie Farbe, die es giebet, in weniger Zeit an dertust allen ihren Glanz verliebret, ja zum Theilverschwindet. Ofte brauchet man es deswegen,weil es so wohlfeil ist, aber noch ein stärkerer GrundVon seinem öftern Gebrauche ist, daß man aus

dem-