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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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247
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oder CampechehoHe. 24-

man gebrauchen muß, ohngefähr zu beurtheilen, undeS dem noch nassen Zeuge anzusehen, ober getrock-net die verlangte Farbe haben wird.

Eö giebt eine ziemlich sichere Art, bey allen Ar-ten von Farben zu wissen, ob der Zeug mit dervorhergehenden Probe, wenn er trocken ist, wohlübereinstimmen, wird: man darf nur einen kleinenZipfel davon sehr stark ringen, und plötzlich undmit Gewalt darauf blasen, wodurch man die meisteFeuchtigkeit,, die durch das Ringen war auf dieOberfläche gebracht worden, wegschaffet. . Mansteht slödenn einen Augenblick lang ohngefähr ebendie Farbe, die er trocken haben w>d; aber manmuß dieses Urtheil sogleich fällen, denn den Augen-blick darauf theilet sich die Feuchtigkeit, die umdiesen Ort herum befindlich ist,. der trocknen Stellemit, und man könnte sich alsdsnn betrügen.

Mit dem indischen Holze wird auch ein seheschönes Violxt gemacht, wenn man die Wolle, wieordentlich, mit Alaun und Weinstein absiedet, undnachgehcnds in eine Brühe von indischem Holze brin-get , welcher man ein wenig ausgelösten Alaun zu-setzet. Es wird aber noch viel schöner, wenn manden Zeug erstlich mit Waid färbet, nachgehcndsihn alauner, und in eine Brühe von Brasilienholzebringet, darein ein wenig indisch Holz gemenget ist.Dieses Violet ist zwar nur falsche Farbe, aber vielbesser, als das erste , weil der blaue Grund be-ständig bleibet, und die Farbe etwas unterstützet.

Das indische Holz giebt auch blaue Farbe, abersie ist so wenig feste, und das gute Blau ist so wohlfeil,wenn es nicht eben am dunkelsten seyn darf, daß

man