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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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368
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z6F Prüfungen der Wolle und Zeuge

halten, und die falschen sind, naichdcm sie mehroder weniger schlecht waren, verschossen. Wienun eine Farbe nur in so weit gürt heißt, in soweit sie der Luft und der Sonne Widerstehet, sohat man nach diesen Prüfungen die verschiedeneGüte der Farben entschieden.

Nachgehende hat man mit eben der Wolle,von denen man die Proben auf diese Art unter-suchet hatte , auch verschiedene Prüfungen mitAbsieden angestellt, und sogleich erkannt, daßsich nicht einerley Materie zu diesen Prüfungenbey allen Farben schickten, weil man sahe, daßbisweilen eine Farbe, welche nach der Aussetzungan die Luft für gut erkannt wurde, durch dasAbsieden sehr viel litte, und eine falsche Farbeeben dem Absieden widerstände.

Diese verschiedenen Versuche haben gezeiget,wie unnütze die Citronen, der Weineßig, die sau-ren Wasser und die Scheidewasser sind, weil mansich nicht genau versichern kann, wie stark dieSäure dieser Sachen ist. Es hat also zuverläßi-ger geschienen, sich nur gemeinen Wassers mitDingen zu bedienen, deren Wirkung beständiggleich ist.

Bey weiterer Untersuchung hat man für nö-thig befunden, alle Farben, mit denen sich dieWolle färben läßt, sowohl die guten als dieschlechten, in drey Arten zu theilen, und feste zusetzen, was für Dinge zu den Prüfungen durchsAbsieden bey jeder Art zu gebrauchen sind.

Die Farben in der ersten Abtheilung müssenMit römischen Alaun abgesotten werden, sie zu

prüfen