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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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379
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durchs Absieden. Z79

nur sind solche dermaßen mit weitschweifigen Um»ständen angefüllt, daß es fast nicht glaublich ist,daß die Armenier diese Behandlungsart bey ih«rer Färberey anzuwenden pflegen.

Nach der Angabe des Verfassers der erstenSchrift, wird eine kaustische Lauge aus ro Pfundungelöschtem Kalch und eben so viel Potasche mithinlänglichem Wasser gemacht, und in solcher dasGarn -^Stunden gcbeizct. Hieraufwird dasGarnherausgenommen, gut ausgcrungen und ohne das-selbe zu trocknen, in eine andere Beize gebracht,worzu die vorhergehende angewendet wird, nach»dem. solche mir Flußwaffer geschwächt, und roPfund Hammel- oder Ziegenkoth hineingethanworden, in dieser.wird das Garn erstlich andert-halb Stunden gekocht, dann noch vier und zwan-zig Stunden darinnen liegen gelassen, undendlich in fließendem Wasser ausgewaschen undgetrocknet, wodurch dasselbe ein gelbgrünes An»sehen erhält. — Hierauf wird es wieder in eineBeize gebracht, die aus zwölf Pfund Sodedurchs Auslaugen mit Wasser und sechs PfundBaumöl bereitet worden, und vier und zwan-zig Stunden darin» gelassen, alsdenn wirddasselbe herausgenommen und getrocknet; wennes trocken ist, wird es wieder hineingebracht, rechtdurcheinander getreten, wieder herausgenommen* ^ und

W türkische Farbe erhalte, und dem SchmirnaitchenGarne in allen Proben bcykomme. Potzdam r/85-I E Habich Angaben die rothe Farbe d'm Baum«wvllengarn so fest und schön wie die Türken zu geben.2« Aufl- Leipzig 1789.