durchs Absieden. zgi
(Nubis l'incdor.) mlt so viel Hammelblut ange-feuchtet, daß ein steifer Teig daraus wird, nach-dem dieser vier Stunden gelegen, wird er in ko-chendes Wasser gethan, gelinde gekocht, und dasGarn hineingebracht, und so lange gelassen, bisdasselbe die gehörige Farbe erhalten. Nachdemdasselbe in fließendem Wasser ausgespület und ge-trocknet, soll demselben die Lebhaftigkeit durchWasserdämpfe mittelst einer besonders beschriebe,nen Maschine gegeben werden. Ich habe hierdas ganze Verfahren so kurz als möglich ange-geben, jeder Sachkundiger wird indessen dasUmständliche und Unzweckmäßige bey der ganzenProcedur leicht übersehen. Das Verfahren inder zworen Schrift weichet von diesem nur inwenigen Stücken ab, es ist kürzlich folgendes:Um das Garn von dem Schmuz zu säubern, wirdes in warmem Wasser ausgewaschen, hieraufwird es in einer Lauge, die aus Pfund Pot-asche und roo Pfund Wasser bereitet worden,drey Stunden lang gekocht, über Nacht darin-nen liegen gelassen, und den Morgen darauf gcspü-lct und getrocknet; hierauf wird in 500 bis602 Pfund warmem Wasser so vielPorasche auf-gclößt, (ohngefähr 16 bis ro Pfund) daß wennein Weinglas voll mit einem Theelöffel vollBaum-öl gemischt wird, dieselbe ganz weiß wird. —Hierauf werden ir bis 16 Pfund dünner Ham-melmist oder Scbaflorbern, und 16 PfundBaumöl hinzugethan, und wohl unter einandergerührt. Das Garn wird nun hineingebracht,wohl durchtreten und zween Tage darinnen liegen
gelassen.