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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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399
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der Seidr überhaupt. 999

stch nach dem Gebrauche, zu dem die Seide be-stimmt ist.

Diejenige Seide, welche in der Folge in ver-schiedenen Farben gcfärbet werden soll, kocht mannur einmal, weil der kleine rothe Schimmer, wel-chen sie behält, den meisten Farben, in denen manste färbet, nichts von ihrer Schönheit benimmt.Wollte man sie also zweymal in Seife kochen, sowürde man nichts als eine vergebliche und unnützeArbeit thun. Man muß aber mehr oder wenigerSeife nehmen, nachdem die Farbe ist, womit manste zu färben gesonnen ist. Diejenige Seide aber,welche weiß bleiben soll, und zu ganz weißen Zeu-gen bestimmet ist, muß man zweymal in Seifekochen, um ihr den höchsten Grad der Weiße zugeben.

Weil man bey der ersten Kochung der Seidedie Absicht hat, die Seide von dem größten Theilihres Gummis zu befreyen; so nennt man dieseerste Kochung der Seide, die zu weißem Zeuge be-stimmt ist, die Befreyung der Seide vom Gummi.

Um dieses zu bewerkstelligen, muß man ersilichdie Seide zusammen binden, das heißt, man mußdurch jedes Stück eine Schnur ziehen / welches auseiner Anzahl zusammen geknüpfter Skrehnen be-stehet. Alsdenn drehst man die Stücken von ein-ander , und fügt verschiedene zusammen, um eineHand voll zumachen, deren Größe und Namen sichnach den Fabriken verändert

Man muß die Vorsicht, die Stücken zusam-men zu binden, deswegen brauchen / damit sie sichdesto leichter zurichten lassen, und. um zu verhin-dern,